Atlantikküste Frankreich Mai/ Juni 2015

Was haben wir wieder überlegt: Schweden, Kroatien, Gardasee, Frankreich....Jeden Tag im Internet nach dem Wetter geschaut - Schweden ist mit 14 Grad Höchsttemperatur einfach zu kalt.

 

Fr, 22.05.2015 Habichtswald - Gulpen - 1. Tag -

Also mal wieder Frankreich, denn Kroatien schwächelt auch etwas. Wegen des Pfingstandranges fahren wir auch lieber Richtung Westen in die Normandie.  Die Rechnung geht nicht auf - auch uns erwischen bei Köln die ersten Staus. In Aachen ist der Top Platz leider belegt, also muss eine Alternative her: Panorama-Camping Gulpen in den Niederlanden. Flep ist ganz stolz, dass er ihn gefunden hat. Total schöner CP - terrassenförmig in schönster hügeliger Landschaft angelegt.

 

Gulpener Berge

  

Nach einer zünftigen Brotzeit schauen wir voller Wonne "Let´s dance - Viertelfinale".

PS: Am frühen Abend als Ohnmachtshäppchen holländische Fritten vernascht.

 

Sa, 23.05.2015 Gulpen - St. Pierre-en-Port - 2. Tag -

Um 10.00 Uhr geht es weiter Richtung Normandie. Bis wir in Maastricht auf die Autobahn fahren, kommen wir durch schnuckelige, aufgeräumte holländische Ortschaften. Auffällig ist, dass alles so sauber und adrett aussieht. In Belgien wundern wir uns über die wirklich desolaten Autobahnen. Total marode und eine Baustelle (Flickwerke) nach der anderen. Kaum in Frankreich mit den Péage Stationen läuft es deutlich schöner. Nach 500 km steuern wir Veulettes-sur-Mer an, wo es einen schönen WoMo Platz geben soll. Ja, nur der versprochene Strom ist nicht da. Da wir wegen des kühlen Wetters ein wenig mit dem Gas haushalten müssen, fahren wir lieber weiter und landen schließlich auf dem CP Falaises in St. Pierre de Port (an der Steilküste gelegen). Die nette Französin an der Rezeption erzählt dies und das, wovon wir das Wichtigste verstehen. Für 15,- € checken wir auf einem großen SP mit (theoretischen) Meerblick ein, denn es ist diesig bei 14 Grad.

  

Wir machen eine Erkundungstour durch das Village (hier steppt der Bär), wo wir über recht herrschaftliche Häuser staunen. Um ein Baguette und ein Croissant reicher, machen wir es uns dann im WoMo gemütlich.  

 

So, 24. 05.15 St. Pierre-en-Port - Honfleur - 3. Tag -

Nach einem schönen Gassigang (Tara ist heute sehr munter) mit Panoramablick auf die Steilküste winken wir noch einmal der reizenden "Madame" an der Rezeption zu und brechen auf nach Honfleur. Ein kurzer Tankstop bei Fecamt und ab geht es auf die Autobahn. Ich fahre, denn Flep und die Mautstationen sind nicht die besten Freunde. Und nach Abfahrt von der Autobahn hält uns unser Navi mal wieder zum Narren: 5 km vor dem CP führt es uns durch ein enges Wohngebiet, wo uns auch andere Fehlgeleitete begegnen. Es rettet uns eine nette Französin, die uns auf den richtigen Weg bringt. Einigermaßen genervt, kommen wir schließlich im CP La Briquerie in Honfleur - Equomauville an, wo wir trotz Pfingsten eine schöne große Parzelle beziehen.

 

 

Wir erkunden mit dem Rad die nähere Umgebung, wagen es aber nicht nach Honfleur zu fahren, weil die Steigungen hier schon heftig sind und wir keine Lust haben, uns auf dem Rückweg zu "verausgaben".

 

Mo, 25.05.2015 Honfleur - 4. Tag -

Wir fahren mit dem WoMo los, um uns das Städtchen anzuschauen - Fehlanzeige! Wegen Pfingstmontag ist alles rappelvoll und Flep muß mal wieder Zentimeter Arbeit leisten! Auch der Versuch, nachmittags mit dem Bus reinzufahren, ist nicht von Erfolg gekrönt... Also retour zum WoMo und dann genießen wir das schöne Wetter. Ürigens haben sich unsere holländischen Nachbarn unseren Teppich unter den Nagel gerissen, weil sie dachten, wir hätten ihn vergessen! "Wollen Sie ihre Sachen wieder haben?" - die Äußerung war schon dreist. Abends grillen wir gemütlich.

 

PS: An der Boule Bahn steppt immer der Bär: Bestimmt 30-40 spielwütige Franzosen, die immer einen Mordspaß haben!

 

Dann machen wir es uns eben am SP gemütlich!

 

 

Di, 26.05.2015 Honfleur - Carnac - 5. Tag -

Der 2. Versuch klappt: Wir parken auf dem WoMo-Platz in Honfleur und haben sogar Strom! Glücklich wandeln wir durch dieses sehenswerte Städtchen, ich kaufe Cidre und Maidelaines ein und wir lassen uns einfach treiben. Es wimmelt von Touristengruppen, v.a. aus Japan, aber auch Deutsche und Franzosen tummeln sich hier. In der größten Holzkirche Frankreichs, der Sainte-Catherine, zünde ich eine Kerze für Mami an. 

Honfleur


 

Nach der Besichtigung fahren wir (ich) 400 km weiter nach Carnac, wor wir auf dem CP Les Druides einchecken. Ein süßer kleiner CP, wo wir fast allein stehen. Wir begrüßen den Atlantik und machen eine erste Radtour an der Promenade entlang. Morgens stehen der Markt in Carnac an, die "Hinkelsteine" und La Trinité sur Mer.

Ein Garten für uns allein

 

 

 

Mi, 27.05.2015 Carnac - 6. Tag -

Als der Wecker um halb 9 geht, ist es recht kühl im Dicken. Glücklicherweise entwickeln sich die Temperaturen schnell bei stahlblauem Himmel. Gemeinsam mit Tara laufen wir auf einem schönen Wanderweg ins alte Carnac, wo heute ein großer Markt aufgebaut ist.

 

 

 

Carnac


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Da Madame etwas schwächelt, halten wir uns nicht allzu lange auf und gehen retour. Tara kommt ins WoMo und Flep und ich fahren mit den Rädern zu den Menhiren. Es ist schon unheimlich, diese Reihen von Tausenden Steinen zu betrachten. Keiner weiß, warum und wie / wer sie aufgebaut hat. Wir fahren entlang der Alignement du Ménac und de Kermario und freuen uns, dass es wegen der Vorsaison schön leer ist.

Die Menhire von Carnac


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Kaum vorzustellen, was hier im August los ist. Nach einer kurzen Rast im WoMo starten wir erneut mit den Rädern nach La Trinité su Mer, wo wir uns am Hafen das 1. Galette mit Schinken + Käse schmecken lassen.

Einfach lecker!

 

Nachmittags plümpse ich noch ein bisschen im Pool und dann haben wir alle "Feierabend". Abends gib es - na, was wohl - Baguette avec Frommage...

 

Do, 28.05.2015 Carnac - Quiberon - 7. Tag -

Unsere heutige Tagesetappe beträgt stolze 20 km auf dem Weg nach Quiberon. Den ursprünglich angepeilten CP Do-Mi-Si-La-Mi verwerfen wir, weil er uns nicht so zusagt (schiefe Parzellen und überhaupt ein bisschen spießig). Auf dem Weg zu Ausweichplätzen kommen wir am CP Municipale vorbei, auf dem man in 1. Reihe direkt am Meer stehen kann. So sitze ich jetzt mit Blick auf den Atlantik und schreibe diese Zeilen - einfach himmlisch

Ein herrliches Plätzchen


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Die rauhe Seite der Halbinsel haben wir vorher mit dem WoMo erkundet und Quiberon selbst mit dem Rad. Ansonsten passiert heute nichts mehr - einfach nur mal Faulenzen ist auch ganz nett....

 

Fr, 29.05.2015 Quiberon - Sables d' Ollonne - 8. Tag -

Heute geht es weiter gen Süden. Nach ca. 300 km checken wir auf dem Yelloh-CP Le Littoral ein. Ein schöner Platz mit großen Parzellen, allerdings geprägt von Mobil-Heimen, die dicht an dicht stehen.

Schöner SP

 

Wir radeln noch ein wenig an der Küstenstraße entlang, genießen herrliche Ausblicke und staunen mal wieder über etliche Prachtbauten mit imposanten Auffahrten.

 

Herrliche Steilküste


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Ich plansche noch ein wenig im Pool und danach wird gegrillt. PS: Noch netter Plausch mit unseren Schweizer Nachbarn!

 

Grillen...

 

 

Sa, 30.05.2015 Sables d´ Ollonne - Briscarsonne - 9. Tag -

Heute gibt Flep alles: Rund 400 km über Land geht es nach Arcachon. Anfangs läuft noch alles gut, doch ab Bordeaux macht unser Navi mal wieder Blödsinn. Es führt uns direkt durch Bordeaux, dann durch ein Industriegebiet und die ganze Reststrecke durch jeden kleinen Ort. An der Düne von Pyla schauen wir uns den CP Promenade du Pyla an, der uns aber nicht gefällt. Plan B muß her, zumal es schon auf den frühen Abend zugeht. So landen wir schließlich in Biscarsonne an einem See auf dem CP Maotte Vacance. Sehr schöner Platz mit eigenem Strand am See mit mal wieder reizendem Personal. Unsere Pläne, noch ans Mittelmeer zu fahren, verwerfen wir, denn das Wetter soll auch hier richtig heiß werden. Abends gibt es Pizza, Croque und Panini vom Imbiß.

Abendstimmung


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So, 31.05.2015 Briscarsonne - 10. Tag -

Heute machen wir mit dem Dicken einen Ausflug. Zuerst fahren wir nach Arcachon, wo wir etwas außerhalb einen Parkplatz finden und von da zu Fuß ins Zentrum laufen. Eine schöne Promenade mit einem Restaurant nach den nächsten. Beeindruckend sind die Villen, die all um 1900 gebaut wurden - hier scheint die Zeit still zu stehen.


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Danach fahren wir nach Pyla-sur-Mer, wo ich auf eine Besteigung der Wanderdüne verzichte und lieber im Vorbeifahren ein paar Fotos schieße:

 

Auf dem Weg zurück, machen wir einen Abstecher nach Biscarosse Plage, wo ich unbedingt wenigstens mit den Füßen ins Wasser muß - ein herrlicher Strand! Im CP drehe ich noch ein paar Runden im wirklich tollen Schwimmbad.

Biscarosse Plage

 

Mo, 01.06.2015 Biscarosse - St. Jean de Luz - 11. Tag -

Rund 160 km fahren wir heute weiter über Landstraßen, die manchmal abenteuerlich sind - was macht unser Navi eigentlich beruflich? Wir belegen eine traumhafte Parzelle auf dem CP Bord du Mer, Parzelle 41, mit Meerblick und deutlichem Meeresrauschen. Viel passiert heute nicht mehr.

 

Meeresrauschen inklusive...

 

Di, 02.06.2015 St. Jean de Luz - 12. Tag -

Mit dem WoMo fahren wir nach St. Jean de Luz, wo wir glücklicherweise einen WoMo Parkplatz finden. Am Bahnhof gibt es einen Auto-Verleih, wo wir uns einen Ford Fiesta mieten, denn Biarritz + Co. trauen wir uns nicht mit dem Dicken. Aber zuerst erkunden wir das wirklich sehenswerte Städtchen St. Jean. Überall hat es Fachwerkhäuser, die z. T. malerisch am Stadtstrand liegen.

St. Jean de Luz - diesig


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Nach einem Panini fühlen wir uns gestärkt: Wir fahren noch bis nach St. Sebastian, aber wir bekommen leider keinen Parkplatz. Wieder zurück in St. Jean, fährt Flep mit dem Ford hinter mir (WoMo) her zum CP. An der Auffahrt zum CP passiert das Malheur: Ich setze hinten auf und es knirscht gewaltig. Das Abschlußblech vom Rahmen ist gerissen - Flep macht es ganz ab und der Schaden ist glücklicherweise überschaubar. Abends Grillerchen mit Scampi in Knobiöl....

Am CP Strand...

 

 

 

Mi, 03.06.2015 St. Jean de Luz - 13. Tag -

Morgens fahren wir mit unserem kleinen Flitzer zuerst nach Biarritz. Es ist leider bedeckt und auch ziemlich schwül. Wir wandeln an der Promenade am Grand Plage entlang, das Hotel du Palais (ehemals Residenz von Kaiserein Eugénie und Napoleon III) im Rücken. Hier gibt es wunderschöne Prachtvillen, aber leider auch Hotelburgen.

 

Biarritz - leider diesig


Wegen Tara machen wir nur eine recht kleine Tour, denn Madame scheint heute müde zu sein. Nach einem kleinen Abstecher in Bayonne, wo ich in einer Chocolaterie Orangettes für Papi kaufe, geht es zurück zum CP.

 

Komischer Hund ist das?

 

 

Kurzer Einkauf im Carrefour und dann bringen wir das Auto beim total netten Franzosen zurück. Rétour bringt uns dann ein ebenfalls sehr höflicher Taxifahrer - wir stellen immer wieder fest, wie freundlich die Franzosen sind! Am frühen Abend gibt es eine "Pression" und eine Pina Colada in der coolen Bar am CP.

 

Chillen in der CP Bar
Abendstimmung

 

 

Do, 04.06.2015 St. Jean de Luz - 14. Tag -

Puh, ist das heute auf einmal heiß - 32 - 34 Grad bei strahlend blauem Himmel - für Flep und Tara genau das Richtige.... Heute passiert nicht viel - Erholung ist angesagt. Ich gehe für ein Stündchen an den Strand, wo es mich im Meer ein paar Mal von den Wellen umhaut. Leider ist hier kein feiner Sandstrand, sondern Kies, der schon ganz schön weh tun kann.


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Eigentlich wollten wir noch für 2 Tage nach Mimizan Plage umziehen, aber der CP liegt recht schattig, so dass es mit dem TV schwierig werden könnte. Und das geht diesmal auf keinen Fall, denn morgen gibt es "Let´s dance - das Finale", das wir nicht verpassen möchten!

 

Fr. 05.06.2015 St. Jean de Luz - 15. Tag -

Die Temperaturen sind heute sehr angenehm - um die 23 Grad. Flep und ich erkunden noch ein wenig den Küstenweg, ansonsten ist Erholung angesagt. Ich stürze mich noch einmal todesmutig in die Fluten. Abends gehen wir im Restaurant eines anderen CP Essen - es ist unglaublich, ich habe am letzten Abend endlich geschafft, Muscheln zu bekommen! Zugegeben: Sie waren ziemlich mickrig.... Außerdem haben Flep und ich uns einen Vorspeisenteller geteilt - sehr köstlich!

Unser Plätzchen

 

Zum krönenden Abschluss schauen wir uns das besagte Finale an - Sieger ist Hans Sarpei!

 

Sa, 06.06.2015 St. Jean de Luz - Mesland - 16. Tag -

Um halb 8 geht der Wecker, um 09.00 Uhr rollen wir vom CP. Erst einmal noch die letzten Einkäufe im Carrefour und dann der Versuch, zu tanken. An der 2. Tankstelle werden auch normale EC-Karten akzeptiert, also machen wir die "Luken voll". 600 km schrubben wir Richtung Paris und ärgern uns wie so oft über die Mautstationen, wo ich akrobatische Übungen vollführen muß, um an die Automaten zu kommen. Im Loire Tal beziehen wir auf dem Yelloh CP Parc du Val de Loire die Parzelle 208 - nicht ohne vorher getankt zu haben (Kreditkarte mit Unterschrift ging glücklicherweise).

 

Als wir unseren 1. Erkundungsgang machen, fällt uns ein Gespann aus Hannover auf - die kennen wir doch vom CP Lac Biscarosse? Und wirklich: Als wir im Restaurant etwas vom Imbiss bestellen wollen, sind die beiden auch dort und erkennen uns auch sofort: Wir schütteln uns die Hände und machen einen schönen Erfahrungsaustausch. Einig sind wir uns, dass Frankreich ein fabelhaft schönes Land ist!

Uns gefällt der CP ausnehmend gut und wir könnten uns vorstellen, noch einmal hierher zu kommen, um uns in aller Ruhe die Schlösser anzuschauen.

 

So, 07.06.2015 Mesland - Gulpen - 17. Tag -

Um 09.00 Uhr rollen wir wieder und kommen auch einigermaßen an Paris vorbei. Es ist gewaltig, was hier selbst am Sonntag los ist! Zu meiner Freude sehen wir den Eifelturm, kommen am Schild "Disneyland" vorbei und passieren die Ausfahrt zum "Asterix Park". In Belgien gebe ich das Steuer an Flep ab - die Autobahnen in Frankreich bin ich wegen der Mautstationen gefahren - jetzt habe ich "frei". Wir trudeln gegen 16.00 Uhr wieder im CP Gulpener Berg in den Niederlanden (P-358), weil wir uns hier so wohl gefühlt haben. Abends gibt es "Gesundes" vom Grill....

Gulpener Berg - ein herrliches Fleckchen

 

 

Mo, 08.06.2015 Gulpen - Möhnesee - 18. Tag -

Wir könnten hier noch locker eine Woche stehen: So friedlich, ruhig und idyllisch ist es hier. Aber es hilft ja nichts - wir müssen nach Hause. Um halb 11 ziehen wir weiter und wir wollen am Möhnesee die letzte Übernachtung machen. Vorher tanken wir noch in Soest, gehen einkaufen und juchuh! fallen endlich bei MC ein (den ganzen Urlaub nicht geschafft - und das gehört eigentlich zur Zeremonie)!  

Für 15,- € inklusive Strom stehen wir nun auf den SP Möhnesee Delecke in 2. Reihe mit tollem Blick auf den See. Abends gibt es Rouladen vom Metzger Meier und Nudeln - lecker!

 

 

 

 

Morgen geht es nach Hause - es war wieder mal ein super Urlaub, in dem wir auf ca. 4000 km so gesehen haben! Gut, dass der Sommer erst anfängt und noch einige Wochenenden mit WoMo anstehen! Morgen gibt es eine zünftige Brotzeit mit Papi!